Für mehr Happy End in der Welt – Spendenaktion 2018

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„Das Haus wurde für nicht mehr bewohnbar erklärt. Was damit weiter passiert, ist noch nicht klar. Unter Aufsicht durften wir Bewohner noch einmal in unsere Wohnungen, um das Wichtigste mitzunehmen.

(…)

Man denkt gar nicht, wie schwierig das ist, in der Wohnung zu stehen und dann ganz schnell zu entscheiden, was am wichtigsten ist, was man einpacken soll. Dokumente, Unterlagen für die Arbeit, Colins Kuschelschnuffel, der ist geradezu lebenswichtig, und natürlich Kleidung für uns beide. Erstmal nur für den Sommer, ich hoffe ja, dass wir im Herbst längst wieder in unserer eigenen Wohnung sind.“

In „Vitamin V wie Wohnung“ muss Nora ohne Vorwarnung urplötzlich ihre Wohnung verlassen. Das ist schlimm und verstörend. Dabei hatte sie noch Glück, denn sie durfte zumindest noch einmal in die Wohnung, um die wichtigsten Dinge für sich und Colin zu holen.

Schmerzhaft aktuell

Seit ich an diesem Buch gearbeitet habe, horche ich um so mehr auf bei den vielen traurigen Anlässen in Deutschland und der Welt, bei denen Menschen ebenfalls ihre zerstörten Häuser verlassen mussten: Überschwemmungen, Hurrikane, Erdbeben, Krieg …

Seit Jahren von trauriger Aktualität ist natürlich die Situation in Syrien. Hier berichtet ein Unicef-Mitarbeiter im November 2017 von einer Reise nach Aleppo:

Wenn wir Mütter gefragt haben, was sie jetzt in den nächsten Wochen besonders dringend brauchen, ist es tatsächlich die Hilfe gegen den Winter. Es sind nach wie vor Decken und Kleidung. Wir haben viele Kinder auch jetzt noch gesehen mit Schläppchen, Sandalen und barfuß. Die Familien gerade aus dem Osten Aleppos mussten von jetzt auf gleich ihre Häuser verlassen und sind nach wie vor sehr, sehr schlecht ausgestattet.

Und hier berichtet eine Journalistin Anfang November 2018 von den vielen Flüchtlingen im Libanon, die schon lange in der Fremde ausharren müssen und nicht zurück in ihre Heimat können, obwohl sie das gerne möchten:

Sittá (…) neun Kinder, fünf Enkel hat die 47-jährige, seit sieben Jahren wohnt sie mit ihnen in dem zweiräumigen Zelt auf 20 Quadratmetern. Ihr Traum ist es, eines Tages ins syrische Rakka zurückzukehren.

Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl liegt zwar schon länger zurück, aber das mindert den Schmerz nicht, den ich beim Bericht dieser russischen Ärztin empfinde. Sie hat in den ersten Tagen nach dem Unglück Verletzte versorgt:

Die Einwohner – Männer, Frauen und auch Kinder – sollten in Sicherheit gebracht werden. Hauptsache weg vom Unglücksort. (…)

„Sie waren sicher, dass nur für drei Tage. Nur für drei Tage.“

Alle rechneten damit, nach kurzer Zeit wieder in die eigene Wohnung zurückkehren zu können. Jeder nahm nur das Nötigste mit.

„Dann alle diese Wohnungen waren gesperrt, und keiner kann eine Minute kommen, um etwas Geld oder Papiere zu nehmen. Viele Menschen verstanden nicht, dass die Havarie für immer.“

Beklemmung

Alle diese Menschen hatten und haben so viel weniger Glück als Nora und Colin, konnten oft genug nur das eigene Leben retten, nichts mitnehmen, für immer. Und befanden sich zudem nicht in einem reichen Land und in einer intakten Stadt, wo sie unterkommen konnten. (Genügend Deutsche kennen das ja noch aus der eigenen Erfahrung des zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit in einem Land voller Trümmer.)

Wenn ich so etwas lese, sehe und höre, bekomme ich ein bisschen Bauchschmerzen, dieses Motiv in einem Unterhaltungsroman zu verwenden. Dafür hatte ich natürlich meine Gründe. Und auf das Buch zu verzichten, würde an all dem Leid auch nichts ändern. Ich hoffe, dass das Gegenteil der Fall sein wird:

Damit sich etwas ändert

Aber vielleicht können wir alle gemeinsam etwas beitragen, damit sich wenigstens ein bisschen ändert – durch das Buch. Daher:

10 % der Provisionen aus allen Verkäufen von „Vitamin V wie Wohnung“ bis ende 2018 spende ich an eine organisation, die menschen hilft, die ihre heimat verlassen mussten*.

Ihr wollt meine Spende verdoppeln? Kauft direkt bei Tredition oder im Shop der Autorenwelt, da gibt es im Vergleich zu Verkäufen über den normalen Online- und Offline-Buchhandel doppelte Provisionen – und das heißt natürlich doppelte Spende. Aber selbstverständlich gibt es „Vitamin V wie Wohnung“ auch weiterhin überall dort, wo ihr sonst eure Bücher kauft.

  • Taschenbuch 978-3-7439-6960-5, 13,99 €
  • Hardcover 978-3-7439-6961-2, 21,99 €
  • E-Book 978-3-7439-6962-9, 3,99 €

Terminsache: Wer das Buch zu Weihnachten verschenken möchte, bestellt bitte bis zum 06. Dezember, um sicher zu sein, dass das Vitaminpaket rechtzeitig geliefert wird.

 

(* Das klingt ziemlich vage, nicht? Ja, darüber bin ich selbst etwas unglücklich, aber das musste ich leider so ändern – schuld ist das deutsche Steuerrecht. Ursprünglich stand hier der Name der Organisation, die meine Spende erhalten soll: medizinische Hilfe für Menschen in Not, grenzenlos und da, wo es weh tut. Eine sehr mutige, wichtige und unterstützenswerte Arbeit, wie ich finde.

Die Organisation machte mich allerdings darauf aufmerksam, dass Spenden aus verkaufsfördernden Aktionen, die mit dem Namen einer Organisation werben, höher versteuert werden müssen, was mehr Aufwand und weniger Geld für Projekte bedeutet. Nicht gut, schließlich will ich helfen und nicht mehr Arbeit verursachen. Daher muss ich jetzt ungenauer sein. Ihr könnt euch aber darauf verlassen, dass das Geld an eine seriöse, international anerkannte und nichtreligiöse Organisation geht. Ehrenwort.)

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